Gender Pay Gap in Österreich
Österreich gehört zu den EU-Ländern mit dem größten Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern. Der sogenannte Gender Pay Gap lag 2024 bei 17,6 Prozent und damit deutlich über dem EU-Durschnitt.
Obwohl in den letzten Jahren Verbesserungen erreicht und dadurch die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede verringert werden konnten, zählt Österreich nach wie vor zu den EU-Ländern mit dem größten Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern.
Diese Differenz wird meist mit dem EU-Indikator „Gender Pay Gap“ veranschaulicht – dieser lag laut Eurostat 2024 bei 17,6 Prozent und damit deutlich über dem EU-Schnitt (EU-27) von 11,1 Prozent. Der Indikator zeigt den Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenlohn von Frauen und Männern in privaten Unternehmen ab 10 Beschäftigten. Durch die Verwendung der Stundenverdienste sind Unterschiede in der Arbeitszeit (Teilzeit) bereits berücksichtigt.
Die Gründe für den hohen Gender Pay Gap sind nur teilweise erklärbar. Analysen zeigen, dass nur rund ein Drittel des gesamten Gender Pay Gap aufgrund von Merkmalen wie Branche, Beruf, Alter, Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und Arbeitszeitausmaß erklärt werden kann – also auf strukturelle Unterschiede bzw. Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen am Arbeitsmarkt zurückzuführen ist. Die restlichen zwei Drittel können nicht durch statistische Merkmale erklärt werden.
Vor diesem Hintergrund wird in Österreich an Maßnahmen gearbeitet, die einerseits strukturellen Faktoren reduzieren und andererseits die Einkommenstransparenz erhöhen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: Einkommen und Gender Pay Gap