BMFWF-Ausschreibung für Kinder- und Jugenduniversitäten 2027 gestartet
Förderungsanträge können bis 4. Dezember 2026 beim OeAD eingebracht werden.
Im Jahr 2027 fördert das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) erneut Projekte, die Kindern und Jugendlichen vielfältige Einstiege in die Welt der Wissenschaft und Forschung bieten und dabei die Bandbreite von Wissenschaft und Kunst vermitteln. Antragstellende können bis zu 100.000 Euro pro Kinder- und Jugenduniversität bzw. maximal 50 Prozent der Gesamtprojektkosten als Förderung beantragen. Damit wurden sowohl die maximal mögliche Fördersumme als auch der Prozentsatz der Förderhöhe von bisher 30 auf 50 Prozent der Gesamtprojektkosten erhöht.
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner: „Jedes Kind soll die Chance bekommen, Wissenschaft für sich zu entdecken, unabhängig davon, wo es aufwächst oder ob die Eltern eine Universität besucht haben. Die kindliche Neugier zu bewahren und Kindern die Möglichkeit zu geben, selbst Fragen zu stellen, zu forschen und Neues zu entdecken, ist eine wichtige Aufgabe. Kinder- und Jugenduniversitäten schaffen genau diese Möglichkeit: Sie machen Wissenschaft erlebbar und zeigen Kindern, dass ihre Fragen und Ideen zählen. Wissenschaft soll für alle da sein!"
Das Förderungsprogramm wird von der OeAD-Agentur für Bildung und Internationalisierung im Auftrag des BMFWF betreut. Ziel des Förderungsprogramms ist weiterhin größtmögliche soziale Durchmischung bei den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen, insbesondere die Erreichung bisher unterrepräsentierter Gruppen. OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice unterstreicht die strategische Bedeutung des Förderprogramms: „Kinder- und Jugenduniversitäten leisten einen wichtigen Beitrag zur Steigerung des Interesses für und des Vertrauens in Wissenschaft und Demokratie in der Gesellschaft. Die Jüngsten können als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihre Familien und Freundeskreise wirken, indem sie positive Erfahrungen mit Wissenschaft und Universität teilen. Das ist in Zeiten multipler Krisen und sozialer Herausforderungen besonders wichtig.“
Gefördert werden Projekte, die im Rahmen von niederschwelligen und altersgemäßen Lehrveranstaltungsangeboten die Bandbreite von Wissenschaft, Forschung und Künsten vermitteln. Dies können beispielsweise Vorlesungen, Workshops und Seminare sein, aber auch Exkursionen oder Online-Formate. Der zeitliche Rahmen kann an Veranstaltungsformat und örtliche Gegebenheiten angepasst werden. Sowohl einzelne ein- bis zweistündige Veranstaltungen als auch Tages- oder Wochenformate sind möglich. Voraussetzung ist, dass die Angebote für die Kinder und Jugendlichen innerhalb 1. Jänner und 31. Dezember 2027 stattfinden. Nicht mehr gefördert werden Erweiterungsmodule zur Ferienbetreuung mit wissenschaftlichem Anspruch.
Neben Angeboten direkt an Universitäten und Forschungseinrichtungen sind Angebote im öffentlichen Raum, beispielsweise in Parks oder Fußgängerzonen, willkommene Veranstaltungsformate. Diese können insbesondere Kinder und Jugendliche mit wenig Zugang zu Universitäten und Forschungseinrichtungen gezielt ansprechen.
Auch die Erschließung von peripheren Regionen ist ein zentrales Anliegen des Förderungsprogramms, das in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden soll. Von den 21 Kinder- und Jugenduniversitäten, die 2026 vom BMFWF in sechs österreichischen Bundesländern gefördert wurden, fanden bereits einige Angebote im ländlichen Raum statt, wie im Almtal (OÖ), in Dölsach (T), Hollabrunn (NÖ), Weiz (Stmk.), im Klostertal (Vbg.) oder in Raabs an der Thaya (NÖ).
Förderungsanträge können ab sofort – bis 4. Dezember 2026 um 12 Uhr – über die elektronische Einreichplattform des OeAD eingebracht werden.
Weitere Infos zur Ausschreibung finden sich hier:
youngscience.oead.at/de/angebote/kinder-und-jugenduniversitaeten
Rückfragen & Kontakt
OeAD – Agentur für Bildung und Internationalisierung
Mag. Ursula Hilmar
Pressesprecherin
Telefon: +43 1 53408-270
E-Mail: presse@oead.at
Website: www.oead.at