Soziale Dimension
Direktlink zur aktuellen Studierendensozialerhebung
Nicht alle Menschen haben die gleiche Chance, ein Hochschulstudium zu beginnen und abzuschließen. Deshalb bemühen sich alle Hochschulen um Maßnahmen, das auszugleichen, indem sie einen besseren Zugang und eine breitere Teilhabe an der Hochschulbildung fördern. Die soziale Dimension ergänzt den den Wissenschaftsbetrieb kennzeichnenden Exzellenzanspruch. Heterogenität und Diversität tragen zur weiteren Qualitätssteigerung in der Lehre bei, von der im Endeffekt Studierende, Lehrende und letztlich die gesamte Institution Hochschule profitieren.
1. Soziale Dimension in der Hochschulbildung
Die Studierenden sind sozial anders zusammengesetzt als die Gesamtbevölkerung. So ist beispielsweise der Anteil an Studierenden, deren Eltern selbst die Matura gemacht bzw. studiert haben, deutlich höher als der Anteil in der gleichaltrigen gesamten Bevölkerung. An Hochschulen sind auch Studierende mit Migrationshintergrund und mit Behinderung in der Regel unterrepräsentiert. Deshalb versuchen die Hochschulen dem entgegenzusteuern, indem sie Maßnahmen setzen, die diesen Personengruppen einen besseren Zugang und eine breitere Teilhabe an der Hochschulbildung ermöglichen. Die soziale Dimension ergänzt den Exzellenzanspruch, der den Wissenschaftsbetrieb auszeichnet. Heterogenität und Diversität tragen schließlich zur weiteren Qualitätssteigerung in der Lehre und Forschung bei, von der im Endeffekt alle Studierende und Lehrenden profitieren.
2. Relaunch der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung - Österreich
2025 wurde eine Evaluierung der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung durch das Centrum für Hochschulforschung und die Universität für Weiterbildung Krems durchgeführt. Diese zeigte, dass Ziele der Strategie noch nicht umfassend umgesetzt werden konnten, dass die soziale Dimension in der Hochschulbildung in der Hochschulcommunity aber angekommen ist und die Nationale Strategie als sinnvoll erachtet wird. Um begonnene Schritte hin zu einem sozial durchlässigeren Hochschulsystem vertiefen zu können und die institutionelle Verankerung der Sozialen Dimension in der Hochschulbildung weiterhin sicherzustellen, wird daher ein Relaunch der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung umgesetzt.
Im Rahmen des Relaunch-Prozesses werden verschiedene Veranstaltungen zu spezifischen Themen der sozialen Dimension in der Hochschulbildung mit breiter Beteiligung verschiedener Stakeholder des Hochschulsektors durchgeführt. Die im Rahmen dieser Veranstaltungen gewonnenen Erkenntnisse fließen dann in den Relaunch der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung ein. Die Keynotes und die Workshopbeiträge der jeweiligen Veranstaltungen sind untenstehend verlinkt.
Veranstaltungen im Rahmen des Relaunch-Prozesses
Die Studierenden-Sozialerhebung 2025 liefert zentrale Evidenzen zur sozialen, wirtschaftlichen und studienbezogenen Situation der Studierenden an Österreichs Hochschulen. Für die „Nationale Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung“ wurden etwa aus der SOLA 2015 die unterrepräsentierten Gruppen von Studierenden sowie die Studierendengruppen mit spezifischen Bedürfnissen und mehrere quantitative Ziele hergeleitet.
Bei der Präsentation der Ergebnisse der SOLA 2025 am 7. Juli 2026 an der Hochschule Campus Wien stand insbesondere im Fokus zu klären, inwieweit das bisherige Zielgruppen-Konzept weiterhin zutreffend ist oder für den Strategie-Relaunch adaptiert werden muss. Inputs aus der Studierenden-Sozialerhebung 2025 vonseiten des IHS wurden aus den jeweiligen Praxisfeldern kommentiert und mit dem Plenum diskutiert.
- Eröffnungsrede (PDF, 45 KB): Heimo Sandtner, akademischer Leiter & Rektor Hochschule Campus Wien
- Input 1 (PDF, 957 KB): Anna Dibiasi, IHS, Finanzielle Lage, Wohnsituation und Care-Verpflichtungen von Studierenden in Österreich
Replik/Ergänzung (PDF, 228 KB): Andreas Wöckinger, ÖH - Input 2 (PDF, 966 KB): Martin Unger, IHS, Erwerbstätigkeit und Zeitbudget von Studierenden in Österreich
Replik/Ergänzung (PDF, 110 KB): Gerhard Mühlbacher, Universität Linz - Input 3 (PDF, 626 KB): Anna Dibiasi, Mental Health und Diskriminierungserfahrungen von Studierenden in Österreich
Replik/Ergänzung (PDF, 326 KB): Sarah Wolf, Hochschule Campus Wien - Input 4 (PDF, 836 KB): Martin Unger, IHS, Studienbedingungen von Studierenden in Österreich
Replik/Ergänzung (PDF, 651 KB): Anna-Katharina Rothwangl, Ombudsstelle für Studierende
Die Veranstaltung „Bildungskette“ an der PH Wien am 29.04.2026 beschäftigte sich mit Möglichkeiten zur Gestaltung eines sozial gerechteren Hochschulzugangs. Für einen sozial unausgewogenen Zugang zu Hochschulbildung werden häufig etwaige Selektionsmechanismen – intendiert oder nicht ̶ im Schulsystem bzw. in der Bildungslaufbahn (z.B. Bildungsvererbung) verantwortlich gemacht. Im Rahmen der Veranstaltung stand die Frage im Mittelpunkt, welche Handlungsmöglichkeiten Hochschulen haben, um in der Förderung der sozialen Dimension in der Hochschulbildung und eines integrativeren und breiteren, teilhabeorientierten Hochschulzugangs in die vorausgehende „Bildungskette“ hineinzuwirken.
Programm und Diskussionsfragen (PDF, 288 KB)
Keynotes
- Keynote 1: Michael Bruneforth (IQS): Bildungsindikatoren im Überblick
Keynote 1 (PDF, 1 MB) - Keynote 2: Bianca Thaler, Nora Haag (IHS): Bildungsketten im Blick: Verläufe durch das Schulsystem, Übergänge an die Hochschule und Erfolg im Studium
Keynote 2 (PDF, 2 MB)
Workshop 1: Leistungen von Hochschulen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung:
Barbara Holub, PH Wien, Initiative Schulentwicklung (PDF, 993 KB)
Workshop 2: Kompetenzabgleich zwischen Schule und Hochschule:
Stefan Pasterk, Universität Klagenfurt, RECC (PDF, 529 KB)
Philipp Spitzer, Universität Graz, DINAMA (PDF, 3 MB)
Workshop 3: Outreach:
Petra Siegele, OeAD, Wissenschaftsbotschafter:innen (PDF, 1 MB)
Unter dem Titel „Wir verändern etwas“: Inklusive (Willkommens-)Kultur an Hochschulen beschäftigte sich die Veranstaltung an der Universität Salzburg am 20.02.2026 mit der wichtigen und fordernden Phase des Hochschulzugangs und Studienbeginns am Übergang von der Schule oder aus einer Berufstätigkeit heraus an die Hochschule. Das Maßnahmenportfolio zur Begleitung angehender Studierender aufseiten der Hochschulen reicht von Information und Beratung von Maturant:innen über Onboarding bis hin zu studienvorbereitenden oder kompetenznachholenden Angeboten. Zentrale Fragestellungen, die im Rahmen dieser Veranstaltung an der Universität Salzburg behandelt wurden, waren dabei etwa:
• Wie gestalten sich Orientierung, Information und Beratung an der Schnittstelle Schule – Hochschule?
• Welche Konzepte verfolgen Hochschulen, um Studienanfänger:innen in das Studium hinein zu begleiten?
• Wie werden nicht-traditionelle Studienbeginner:innen an das Studium herangeführt?
Programm und Diskussionsfragen (PDF, 133 KB)
Keynote 1 – Magdalena Fellner (Universität Kassel, INCHER)
Studierfähigkeit im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion
Keynote 1
Keynote 2 – Eva Jonas und Stefan Reiß (Universität Salzburg)
Come as you are, stay because you belong: Evidenzbasierte Ansätze zur Förderung von Zugehörigkeit und Studienerfolg
Keynote 2 (PDF, 3 MB)
Workshop 1 – Information am Übergang Schule - Hochschule
- Maturant:innenberatung ÖH Salzburg (PDF, 25 MB)
- Psychologische Studierendenberatung Salzburg (PDF, 1 MB)
Workshop 2 – Onboarding
- Förderung von Resilienz durch Self-Assessment an der Fachhochschule Oberösterreich (PDF, 1 MB)
- Welcome Days an der Pädagogischen Hochschule Wien (PDF, 3 MB)
Workshop 3 – Nicht-traditioneller Einstieg ins Studium und kompetenznachholende Angebote
3. Nationale Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung - Österreich
Das damalige Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) hat erstmals gemeinsam mit den öffentlichen Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Privatuniversitäten, Interessensvertretungen, Serviceeinrichtungen und Sozialpartnern eine „Nationale Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung" (PDF, 659 KB) erarbeitet und im Februar 2017 veröffentlicht. Sie richtet sich an Bundesministerien, Hochschulen, Stakeholder aus der Wirtschaft und Arbeitsmarkt (z.B. Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, AMS), Schnittstelleninstitutionen (z.B. ÖH, Berufsberatung) und legt drei qualitative Zieldimensionen mit jeweils drei Aktionslinien (Handlungsfeldern) vor, die bis 2025 umgesetzt werden sollen.
Ziele der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension
- Integrativerer Zugang: Durch qualitative und niederschwellige Informations- und Beratungsangebote und andere Maßnahmen soll die Heterogenität im Hochschulzugang gewährleistet werden. Das kann auch im Wege der Anerkennung und der Validierung nicht-formaler und informeller Kompetenzen passieren. Vor allem sollen dadurch jene Personengruppen unterstützt werden, die bisher an Hochschulen unterrepräsentiert sind.
- Abbruch verhindern und Studienerfolg verbessern: Dieses Ziel bezieht sich auf die Studienorganisation (u.a. soll die Vereinbarkeit des Studiums mit anderen Lebensbereichen erhöht werden), die Phase des Studieneinstiegs sowie die Qualität der Lehre, um verstärkt für Heterogenität und Diversität an Hochschulen zu sensibilisieren.
- Rahmenbedingungen schaffen und hochschulpolitische Steuerung optimal einsetzen: Dieses Ziel spricht einerseits Hochschulsystemfragen an, wie etwa die Weiterentwicklung des Studienrechts und das Monitoring der Studierbarkeit, die Erhöhung der sozialen Treffsicherheit im Hochschulzugang oder die Überprüfung der Hochschulfinanzierung/Universitätsfinanzierung in ihrer Wirkung auf die soziale Dimension. Andererseits geht es dabei auch um die Schaffung geeigneter Governance-Strukturen an den Hochschulen (u.a. durch Integration der sozialen Dimension in hochschulische Strategieüberlegungen) und ebenso die Anpassung der Rahmenbedingungen der Studienförderung.
Umsetzung der Nationalen Strategie – durch Monitoring
Neben diesen qualitativen Zieldimensionen legt die Nationale Strategie für soziale Dimension in der Hochschulbildung darüber hinaus auch noch neun quantitative Ziele fest, die ebenfalls bis 2025 erreicht werden sollen. Dazu zählen etwa die Steigerung des Anteils an Studierenden mit Eltern ohne Matura und/oder mit Migrationshintergrund sowie ganz allgemein des Anteils der Studienanfänger/innen mit nicht-traditionellem Hochschulzugang oder auch die Entwicklung in Richtung eines ausgeglichenen Geschlechterverhältnisses in allen Studienfeldern. Vor allem in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sind Frauen bekanntlich stark unterrepräsentiert.
Quantitative Ziele machen Fortschritte leichter mess- und dokumentierbar. Deshalb finden sich auch ganz konkrete in den jeweiligen Leistungsvereinbarungen mit den einzelnen der insgesamt 23 öffentlichen Universitäten.
Für die Umsetzung all der genannten strategischen Zielsetzungen der sozialen Dimension sind die Hochschulen selbst verantwortlich. Allerdings begleitet und unterstützt das BMFWF sie dabei – unter anderem, in dem es Vernetzungskonferenzen mit allen wichtigen Stakeholdern und aktuellem Datenmaterial veranstaltet.
Umsetzung der Nationalen Strategie - durch jährliche Vernetzungskonferenzen
Die Vernetzungskonferenz zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung 2025 fand im November 2025 an der Universität Wien statt und wurde von Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria Holzleitner sowie von Rektor Sebastian Schütze eröffnet. Die Veranstaltung widmete sich den Ergebnissen der Evaluierung der „Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung“ und gab den Startschuss für den Relaunch der Strategie. Dazu gab es im Plenum am Vormittag zwei Keynotes (Staatssekretärin Cláudia Sarrico, Portugal und Gero Federkeil, CHE), danach drei Impulsreferate und drei parallele Workshops sowie ein abschließendes Resümee inklusive Ausblick.
Die Dokumentation finden Sie hier. Die Videos zur Veranstaltung werden ebenfalls zeitnah verfügbar sein.
Keynote 1 Cláudia Sarrico, Secretary of State for Higher Education, Portugal
Higher Education in Portugal: Towards a More Inclusive System
Keynote 1 (PDF, 1 MB)
Keynote 2 Gero Federkeil, CHE – Centrum für Hochschulentwicklung
Ergebnisse der Evaluierung der nationalen Strategie zur sozialen Dimension
Keynote 2 (PDF, 1 MB)
Evaluierungsbericht (PDF, 2 MB)
Impulsreferat 1 Vizerektorin Christa Schnabl, Larissa Bartok, Ranja Ebrahim, Universität Wien
Soziale Dimension an der Universität Wien: Evidenzbasiertes Vorgehen am Beispiel von 'Studienstart Plus'
Impulsreferat 1 (PDF, 726 KB)
Impulsreferat 2 Jeanna Nikolov-Ramirez, FH des BFI Wien
Vom Projekt zu Strategie und Haltung: Soziale Dimension. Top-down oder Bottom-up?
Impulsreferat 2 (PDF, 3 MB)
Impulsreferat 3 Anna Rechberger, BMFWF
Principles and Guidelines to Strengthen the Social Dimension of Higher Education in the EHEA als Leitfaden -> Wo steht Österreich?
Impulsreferat 3 (PDF, 249 KB)
Abschluss Sektionschef Elmar Pichl, BMFWF
Abschluss (PDF, 127 KB)
Für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an veronika.pribula@bmfwf.gv.at.
Die Vernetzungskonferenz zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung 2024 widmete sich den zahlreich vorhandenen nationalen und internationalen Evidenzen zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung. Dazu gab es im Plenum am Vormittag zwei keynotes, danach drei parallele Workshops sowie eine abschließende keynote im Plenum:
Keynote 1
Die Studierenden-Sozialerhebung 2023 - Daten zur sozialen Dimension (PDF, 1 MB)
Keynote 2
Nicht nur eine Statistik – der Blick hinter die Zahlen (PDF, 9 MB)
Workshop 1
Maturierendenbefragung (PDF, 588 KB)
Evaluierung von Mentoring-Programmen zum Studieneinstieg (PDF, 1 MB)
MINT-Evidenzen am Übergang Schule-Hochschule (PDF, 1 MB)
Evidenzen zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung (PDF, 1 MB)
Workshop 2
Soziale Dimension während des Studiums (PDF, 507 KB)
Academic Analytics und Studienforen (PDF, 1 MB)
Das Buddy-/Mentoring-System an der Universität Innsbruck (PDF, 766 KB)
Workshop 3
Arbeitsmarkteinstieg von Hochschulabsolvent:innen (EUROGRADUATE 2022) (PDF, 5 MB)
Österreich im EUROGRADUATE 2022 (PDF, 1 MB)
Absolvent*innen-Tracking (PDF, 1 MB)
FHWien: 15 Jahre AbsolventInnen-Tracking: Wahrnehmungen und Nutzen
Keynote 1 Vlasta Zucha, IHS
Daten zur sozialen Dimension auf Systemebene (Studierenden-Sozialerhebung 2023)
Keynote 2 Shabnam Tauböck, TU Wien
Nicht nur eine Statistik – der Blick hinter die Zahlen
Keynote 3 Martin Unger, IHS
Jede Menge Evidenzen: Was folgt daraus für die weitere Umsetzung der sozialen Dimension in der Hochschulbildung?
Parallele Workshops:
Workshop 1 Am Studienbeginn (Maturierendenbefragung, SOLA 2023)
Workshop 2 Entlang des Student Life Cycle (Eurostudent 8, SOLA 2023)
Workshop 3 Am Übergang zur Beschäftigung (Eurograduate, SOLA 2023)
Sollten Sie Interesse an den keynote-Präsentationen oder den Kurz-Inputs aus den Workshops haben, wenden Sie sich bitte an anna.rechberger@bmbwf.gv.at. Wir senden Ihnen gern weitere Unterlagen zu.
Die Vernetzungskonferenz 2023 mit dem Titel „SD und SDGs – Der Beitrag der sozialen Dimension in der Hochschulbildung zu den Nachhaltigkeitszielen“ widmete sich in zwei keynotes sowie drei parallelen Workshops der Schnittstelle zwischen sozialer Dimension und den Nachhaltigkeitszielen:
Keynote
Die BOKU -Nachhaltigkeitsstrategie und ihre sozialen Aspekte (PDF, 260 KB)
Workshop 1
SDG4 Hochwertige Bildung: Zugang verbreitern (PDF, 970 KB) (PDF, 970 KB)
GET-AHEAD Green Education and Transition – A Higher Education online Digital Buddy (PDF, 364 KB)
RPL friendly culture? (PDF, 301 KB)
Projekte für und mit Kinder(n) mit erschwertem Bildungszugang (PDF, 1 MB)
Workshop 2
Quality education: changing needs and widening participation (PDF, 877 KB)
Predictive Analytics Services für Studienerfolgsmanagement (PASSt) (PDF, 104 KB)
Organigramm Pädagogische Hochschule Wien (PDF, 171 KB)
Workshop 3
Buben in Care-Berufen (PDF, 72 KB)
Diversity Monitoring (PDF, 95 KB)
Gender Monitoring Der digitale und interaktive Gleichstellungsbericht der WU (PDF, 159 KB)
SDG5 Geschlechtergerechtigkeit (PDF, 3 MB)
Keynote 1 Josep M. Vilalta (GUNI Network)
The social dimension of Higher Education Institutions in an era of major transformations: between local and global
Keynote 2 Lisa Bohunovsky & Werner Zollitsch (BOKU) Die BOKU Nachhaltigkeitsstrategie und ihre sozialen Aspekte
Parallele Workshops:
Workshop 1 Hochwertige Bildung: Zugang verbreitern/SDG4
Workshop 2 Quality Education: widening participation/SDG 4
Workshop 3 Geschlechtergleichheit/SDG 5
Sollten Sie Interesse an den keynote-Präsentationen oder den Kurz-Inputs aus den Workshops haben, wenden Sie sich bitte an anna.rechberger@bmbwf.gv.at. Wir senden Ihnen gern weitere Unterlagen zu.
Einladung und Programm Vernetzungskonferenz 2021 (PDF, 180 KB)
Keynote 1: "Welche Studiernendengruppen sind besonders betroffen? von Markus Lörz (PDF, 1 MB) (nicht barrierefrei)
Keynote 2: "Einblicke in die Arbeit der Psychologischen Studierendenberatung während/nach der Pandemie" von Franz Oberlehner (PDF, 736 KB) (nicht barrierefrei)
Keynote 3: "Lernen unter COVID-19: Herausforderung für die Selbstregulation" von Christiane Spiel (PDF, 2 MB) (nicht barrierefrei)
Einladung und Programm 2019 (PDF, 229 KB)
Keynote Neue Generationen, Universitäten und Gesellschaften im Übergang (PDF, 1 MB), (nicht barrierefrei)
Workshop 1 Info und Beratung - Unterlagen
- Psychologische Studierendenberatung (PDF, 1 MB) (nicht barrierefrei)
- Maturant_innenberatung (PDF, 1019 KB) (nicht barrierefrei)
- Sinnbildungsstiftung (PDF, 5 MB) (nicht barrierefrei)
- Ü̈bergang Schule - Hochschule (PDF, 1 MB) (nicht barrierefrei)
Workshop 2 Outreach - Unterlagen
- Fachhochschule Oberösterreich - Ambassador Academy (PDF, 1 MB) (nicht barrierefrei)
- Universität Graz (PDF, 440 KB) (nicht barrierefrei)
- Nationalagentur Erasmus+ Bildung, OeAD-GmbH (PDF, 735 KB) (nicht barrierefrei)
Workshop 3 Mehr Frauen in MINT - Unterlagen
- Zentrale Ergebnisse (PDF, 98 KB) (nicht barrierefrei)
- Präsentation (PDF, 439 KB) (nicht barrierefrei)
Elevator Pitches/Kurzvorstellungen
- Das „Peer Mentoring“ der Universität Graz zum Beispiel bietet Schnuppertage und die Begleitung durch Mentor/inn/en für sog. „First Generation Students“ an - also Studierende, die die ersten ihrer Familie sind, die ein Studium beginnen - besser abzuholen und so Berührungsängste zu nehmen.
- Auch die Arbeiterkammer bietet gezielt Beratung und Information für diese Personengruppe an und hat eine eigene Broschüre für nicht-traditionelle Studierende aufgelegt.
- In eine ähnliche Kerbe schlägt die Universität Innsbruck mit ihrem Outreach-Programm „Talente Scout“, mit dem sie direkt in die Tiroler Schulen geht.
- „Go4IT“ der Universität Salzburg ermöglicht Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen AHS fundierte Informatikkenntnisse zu erwerben, die sie sich später – im Fall eines Studiums – auch anrechnen lassen können. Damit sollen insbesondere auch Mädchen für IT begeistert werden.
- Bereits seit 2010 ermöglicht „Studieren Probieren“ Schülerinnen und Schülern einzelne Lehrveranstaltungen verschiedenster Studienrichtungen zu besuchen und so vor Studienbeginn mehr über ein Studium zu erfahren. Das Programm wird vom BMBWF finanziert und von der Österreichischen Hochschüler/innenschaft (ÖH) betreut. Im Studienjahr 2018/19 wurden 1.016 Beratungstermine abgehalten, für die insgesamt 6.719 Anmeldungen vorlagen.
- Gemeinsam mit ausländischen Partnerhochschulen beteiligt sich die Fachhochschule Oberösterreich an „Enhance IDM“, einem dreijährigen Erasmus+-Projekt, um Werkzeuge für ein funktionierendes Diversitätsmanagement an Hochschulen zu entwickeln.
- Mit „School@MUL“ oder „SchülerInnen-Uni – Montanuniversität macht Schule“ bringt die Montanuniversität Leoben gezielt Schulen und Schüler/innen ihre Fachbereiche rund um den Wertschöpfungskreislauf näher - von den Rohstoffen zu den Grundstoffen über die Werkstoffe bis zum fertigen Produkt, und am Ende des Lebenszyklus zu Entsorgung bzw. Recycling zu neuen Rohstoffen.
- „Frauen in der Technik“ (FIT) des Vereins Sprungbrett umfasst Infotage, Schulbesuche und Kooperationen, um Mädchen ab der 10. Schulstufe aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland technische oder naturwissenschaftliche Studienrichtungen näherzubringen.
- Die „Sinnbildungsstiftung“ macht es sich zur Aufgabe, namhafte österreichische Stiftungen zu bündeln und so gemeinsam innovative Projekte im Bildungs- und Forschungsbereich zu fördern und damit Österreichs Zukunft voranzutreiben. Sie ist Co-Stiftung der 2017 von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Innovationsstiftung für Bildung.
Hochschulprofile zur sozialen Dimension
Im Rahmen der Vernetzungsaktivitäten zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung haben wir den österreichischen Hochschulen drei Fragen gestellt:
- Welche Entwicklungen gab es an Ihrer Institution seit Anfang 2017 im Bereich der sozialen Dimension?
- Gibt es an Ihrer Hochschulinstitution eine institutionelle Strategie zur sozialen Dimension?
- Welchen Einfluss hat Covid-19 auf die Maßnahmen und Strategien zur sozialen Dimension? Inwiefern hindern/befördern die geänderten Rahmenbedingungen die Zielsetzungen, Strategien und Maßnahmen an Ihrer Institution?
Aus den Antworten haben wir Kurzprofile zur sozialen Dimension erstellt. Die Beantwortung der Fragen erfolgte freiwillig und die Sammlung der Kurzprofile dient dazu, die Vorhaben und Bemühungen der Hochschulen zu dokumentieren, good practices zu teilen und die Vernetzung – auch im Online-Modus – zu befördern.
Wenn Ihre Hochschule noch nicht vertreten ist oder Sie mit uns bezüglich unserer Vernetzungsaktivitäten anderweitig in Kontakt treten wollen, wenden Sie sich gerne an helga.posset@bmbwf.gv.at.
Downloads
- Hochschulprofile zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung (PDF, 943 KB)
- Hochschulprofile zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung, aktualisierte Version 2023 (PDF, 1 MB)
- Hochschulprofile zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung, aktualisierte Version 2025 (PDF, 3 MB)
4. Die Studierendensozialerhebung
Die Studierenden-Sozialerhebung zeigt auf, wo es Nachholbedarf gibt
Deshalb stellt die Studierenden-Sozialerhebung eine wichtige Grundlage für die Umsetzung der Nationalen Strategie zur sozialen Dimension, aber auch für die Hochschulgovernance dar. Das BMFWF beauftragt sie seit den 1970er Jahren in regelmäßigen Abständen. 2025 wurde sie vom Institut für Höhere Studien (IHS) durchgeführt. Die Studierenden-Sozialerhebung ist eine Online-Befragung von Studierenden aller Hochschulen (2025 auch von Studierenden von Weiterbildungslehrgängen), die gebeten werden, Auskunft über ihre demografischen, familiären, sozialen und wirtschaftlichen Merkmale zu geben. Dazu zählen beispielsweise Angaben über ihre finanzielle Situation, über den Bildungsstand ihrer Eltern, über ihre Wohnsituation, über das Ausmaß ihrer Erwerbstätigkeit, über ihre Gesundheit oder über etwaige Betreuungspflichten. Aber auch Rahmenbedingungen, die ihr Studium betreffen (Zeitaufwand, Vereinbarkeit von Studium und Familie und/oder Erwerbstätigkeit, Mobilität oder Mediennutzung), werden abgefragt.
Die jüngste Studierenden-Sozialerhebung (PDF, 8 MB) fand 2025 statt. Ihre ersten Ergebnisse wurden im April 2026 präsentiert und sind auf der entsprechenden Projektwebseite des Instituts für Höhere Studien abrufbar.
Der Bericht „Materialien zur sozialen Lage der Studierenden 2026 (PDF, 6 MB)“ wurde am 3. Juni im Wissenschaftsausschuss behandelt und enthält die zentralen Ergebnisse des Kernberichts der Studierenden-Sozialerhebung sowie einen Überblick über die Entwicklungen in der Studienförderung.
Links & Downloads
- Weitere Details zur Studierenden-Sozialerhebung 2025
- Materialien zur sozialen Lage der Studierenden 2026 (PDF, 6 MB)
- Studierenden-Sozialerhebung 2025 (PDF, 8 MB)
- Studierenden-Sozialerhebung 2023 (PDF, 9 MB)
- Materialien zur sozialen Lage der Studierenden 2024 (PDF, 7 MB)
- Zusatzbericht 2023 „Studienverläufe“ (PDF, 2 MB)
- Zusatzbericht 2023 "Studierbarkeit und Digitalisierung" (PDF, 1 MB)
- Zusatzbericht 2023 "Gesundheitszustand, Behinderungen und Beeinträchtigungen von Studierenden" (PDF, 2 MB)
- Zusatzbericht 2023 "Internationale Studierendenmobiliät: Outgoing und Incoming" (PDF, 2 MB)
- Zusatzbericht 2023 "Diskriminierungserfahrungen der Studierenden mit Fokus auf die Dimension Geschlecht" (PDF, 1 MB)
- Sonderauswertung "Sportliche Aktivitäten von Studierenden 2023" (PDF, 808 KB)
5. Konkrete Umsetzung in den Leistungsvereinbarungen der Universitäten
In den Leistungsvereinbarungen, die das BMFWF alle drei Jahre mit allen öffentlichen Universitäten abschließt, spielt auch das Thema soziale Dimension eine wichtige Rolle.
Wer die Ziele nicht erreicht, bekommt weniger Globalbudget
Das gilt ganz besonders seit der Leistungsvereinbarungsperiode 2019 bis 2021, weil ab dieser die Universitätsfinanzierung zur Anwendung kommt. So sieht § 12a Absatz 4 UG vor, dass der/die Bundesminister:in „bis zu 0,5 Prozent des Globalbudgets einbehalten [kann]. Der einbehaltene Betrag wird bei Nachweis der Umsetzung der in der Leistungsvereinbarung vereinbarten Maßnahmen ausbezahlt.“
Alle öffentlichen Universitäten haben sich daher zu konkreten Maßnahmen bzw. zu bestimmten Meilensteinen zur sozialen Dimension in Lehre und Studium in ihren Leistungsvereinbarungen verpflichtet, die sie auch tatsächlich vorweisen müssen. So hat sich mehr als die Hälfte der Universitäten dazu entschieden, eine eigene institutionelle Strategie zur sozialen Dimension zu erarbeiten und zu implementieren. Die übrigen Universitäten haben maßgebliche Vorhaben in ihre Leistungsvereinbarungen aufgenommen. Diese umfassen beispielweise spezielle Schnupper- und Förderprogramme für junge Frauen und Mädchen oder auch gang generell Monitoringmaßnahmen des Studienzugangs sowie Mentoringprogramme beim Studieneinstieg.
6. Fachhochschulentwicklungs- und Finanzierungsplan 2018/19-2022/23
Auch die Fachhochschulen sind um Diversität, Heterogenität und Geschlechtergerechtigkeit bemüht. Deshalb nimmt der aktuelle FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplan 2023/24 bis 2025/26 im Kapitel „Soziale Durchmischung der Studierenden“ auf die Umsetzung der „Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung“ konkret Bezug. Dabei geht es vor allem um die Verringerung der Unterrepräsentanz von Studierenden mit Eltern ohne Maturaabschluss. Die Durchmischung in berufsbegleitenden Fachhochschulstudien ist deutlich besser als in Vollzeitstudien. Die Fachhochschulen schauen im Detail darauf, dass es auch in Vollzeitstudien eine höhere Wahrscheinlichkeit für Studierende mit Eltern ohne Matura gibt, ein Studium aufzunehmen.“ Außerdem fokussiert der neue Fachhochschulentwicklungs- und Finanzierungsplan auf die Implementierung von institutionellen Strategien zur sozialen Dimension an Fachhochschulen.
Weiters wurde 2026 eine einmalige Sonderausschreibung für österreichische Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) durchgeführt. Mit einem Fördervolumen von insgesamt 14 Millionen Euro werden Projekte unterstützt, die die soziale Durchlässigkeit im Bildungssystem und Kooperationen im FH-Sektor vertiefen. Förderbare Aktivitäten zur Förderung der Durchlässigkeit können dabei etwa:
- Maßnahmen zum Abbau der Unterrepräsentanz Studierender von Eltern mit niedrigem formalem Bildungsniveau,
- Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils an Studierenden und Absolvent:innen in Informatik- und Technikstudiengängen,
- Maßnahmen zur Erhöhung der Hochschulzugangsqoute von Bildungsinländer:innen mit Migrationshintergrund oder
- Maßnahmen zur Verbesserung der Studierbarkeit (z. B. für nicht-traditionelle Studierende, berufstätige Studierende, Studierende mit Betreuungspflichten, Studierende mit Beeinträchtigungen) sein.
Links
- Projektwebseite des Instituts für Höhere Studien (IHS) zu den Studierenden-Sozialerhebungen
- § 12 Absatz 4 UG – Universitätsfinanzierung aus Bundesmitteln – abrufbar im Rechtsinformationssystem des Bundes
- Fachhochschulentwicklungs- und Finanzierungsplan
7. Soziale Dimension (in der Hochschulbildung) in Europa
Fragen der sozialen Dimension beschäftigen die Hochschulpolitik schon immer. Aber spätestens seit dem Start des Bologna-Prozesses 1999 und mit dem Launch des gemeinsamen Europäischen Hochschulraums EHEA, 2010, stehen sie ganz oben auf der Agenda.
„Internationale Projektkooperationen“
PLAR-4-SIMP: Erasmus+ Project Peer Learning and Resources for Social Inclusion in Mobility Programmes: Dieses Projekt wird von Belgien (Flandern) koordiniert und hat zum Ziel, die internationale Mobilität während des Studiums für alle Studierenden zu fördern, besonders für unterrepräsentierte Studierendengruppen. Es schließt inhaltlich an das EPFIME-Projekt an. Das EPFIME-Projekt (Enhancing a thought-out Policy and Framework on Inclusive Mobility across Europe) soll Mobilität im Studium für Studierende mit Behinderung fördern.
Links
PLAR-U-PAGS: Dieses Erasmus+-Projekt dient zur Unterstützung nationaler Behörden und Hochschulinstitutionen bei der Implementierung der „Principles and Guidelines to Strengthen the Social Dimension of Higher Education in the EHEA“. Das von 2022 bis Anfang 2025 andauernde Projekt schuf durch Peer Learning Acitivities (PLAs) die Möglichkeit zum Austausch zu Best-Practice Beispielen in Bezug auf die Umsetzung von Maßnahmen. Zudem können Institutionen bestehende Policies in Bezug auf Verbesserungspotenzial überprüfen lassen.
Links
So wird im London Kommuniqué 2007 gefordert, …
„…dass die Zusammensetzung der Studierenden, die in das Hochschulsystem eintreten, daran teilhaben und einen Abschluss erlangen, auf allen Ebenen die Diversität unserer Bevölkerungen widerspiegeln sollen.“ (engl.: „… student body entering, participating in and completing HE at all levels should reflect the diversity of our populations“)
Das Bukarest Kommuniqué 2012 betont…
„…die Wichtigkeit, offene und flexible Übergänge, sodass Bürger/innen mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund und Bildungshintergrund in Hochschulbildung eintreten und diese erfolgreich abschließen können.“ (engl.: we stress the importance of creating open and flexible pathways so that citizens with varied educational and social backgrounds can access and successfully complete higher education.)[TR3]
Im Jerewan Kommuniqué (2015) wird die Umsetzung der EHEA social dimension strategy gefordert, die wiederum besagt, dass…
… „alle Mitgliedsstaaten in der EHEA vernetzte politische Maßnahmen entwickeln sollen, die unterrepräsentierte Gruppen identifizieren und spezifische, messbare Maßnahmen entwickeln, um deren Erfolg zu erhöhen, ihre Teilhabe und ihren Abschluss befördern. Die Maßnahmen sollen mit bestehenden nationalen Maßnahmen abgestimmt sein. Ein effektiver Weg, das umzusetzen sind nationale Pläne oder Strategien. (engl.: …all member countries in the EHEA will develop a coherent set of policy measures to address participation in higher education and outline specific, measurable actions to improve access, participation and completion for those groups, consistent with national approaches. An effective way of doing this is through national access plans or strategies, for which a set of European guidelines has been developed.)
Im Rom Kommuniqué (2020) wird die Umsetzung der „Prinzipien und Richtlinien zur Stärkung der sozialen Dimension der Hochschulbildung im Europäischen Hochschulraum“ (engl. Principles and Guidelines to Strengthen the Social Dimension of Higher Education in the EHEA) als Ziel definiert. In diesen steht, dass „Die soziale Dimension dabei Prinzipien von Barrierefreiheit, Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion allumfassend in Gesetzen, Richtlinien und Praktiken im Bereich der Hochschulbildung integrieren sollte, sodass Zugang, Teilnahme, Fortschritt und Abschluss eines Hochschulstudiums in erster Linie von den Fähigkeiten der Studierenden abhängen und nicht von ihren persönlichen Merkmalen oder Lebensumständen, die außerhalb ihres direkten Einflusses liegen.“ (engl.: The social dimension should interconnect the principles of accessibility, equity, diversity and inclusion into all laws, policies and practices concerning higher education in such a way that access, participation, progress and completion of higher education depend primarily on students’ abilities, not on their personal characteristics or circumstances beyond their direct influence.)
Im Tirana Kommuniqué (2024) wird ein besonderer Fokus auf eine einheitliche Messbarmachung der in Rom vorgestellten „Prinzipien und Richtlinien zur Stärkung der sozialen Dimension der Hochschulbildung im Europäischen Hochschulraum“ gelegt. So werden die Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels aus dem Dokument „Indicators and Descriptors for the Principles of the Social Dimension of Higher Education in the EHEA“ vollumfänglich unterstützt und es wird zugleich die Verbesserung der Datenerhebung durch die Teilnahme an entsprechenden Initiativen wie Eurostudent gefördert. (engl.: Furthermore, we endorse the document Indicators and Descriptors for the Principles of the Social Dimension of Higher Education in the EHEA as the first comprehensive and consolidated framework for the social dimension in the EHEA. Simultaneously, we promote the improvement of data collection, through participation in related initiatives, such as Eurostudent.)
Links
- European Higher Education Area and Bologna Process.
- Principles and Guidelines to Strengthen the Social Dimension of Higher Education in the EHEA
- Indicators and Descriptors for the Principles of the Social Dimension of Higher Education in the EHEA
Kontakt
Dr.in Maria Keplinger
Evidenzbasierte Hochschulentwicklung (Evaluierungen, Expertisen, empirische Erhebungen)
T +43 1 2300023 675911
maria.keplinger@bmfwf.gv.at