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Hochschulstrategie 2040: Die Arbeitsgruppe Hochschule & Demokratie

„Hochschule & Demokratie. Die demokratiestärkenden Hochschulen der Zukunft gestalten“, lautet der Themenschwerpunkt, der sich mit der Rolle der Hochschulen in unserer Demokratie 2040 auseinandersetzt. Hier finden Sie, was das bedeutet, wer die entsprechende Arbeitsgruppe leitet und vor allem wichtige News zu dem Thema.

Hochschule & Demokratie: News

  • Interview mit Astrid Séville, Professorin für politische Theorie an der Leuphana Universität Lüneburg, für die erste Ausgabe des Newsletters zur Hochschulstrategie im Jänner 2026 zum Thema „Hochschule und Demokratie“, mehr lesen Sie hier.
  • Nachbericht der APA vom Science Talk vom 12. Jänner 2026 zum Thema „Was braucht unsere Demokratie? Über die Rolle und Verantwortung unserer Hochschulen?“: Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner hat dazu mit Heinz Fischer, Bundespräsident und Wissenschaftsminister a.D., sowie der Soziologin Anna Durnová diskutiert. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet. Mehr lesen Sie hier.

Hochschule & Demokratie: Worum geht es bei dem Schwerpunktthema?

Wozu braucht unsere Demokratie 2040 (noch) Hochschulen 2040? Das ist die Leitfrage des Schwerpunktthemas Hochschule & Demokratie und ihrer entsprechenden Arbeitsgruppe. Dahinter steht der Gedanke, dass wir gerade bis 2040 die Hochschulen als zentrale Treiberinnen für den kontinuierlichen Erhalt und die Weiterentwicklung einer demokratischen, diskursfähigen Gesellschaft mehr denn je brauchen werden. Sie wirken dabei auf vielen Ebenen: Demokratiefördernde Hochschulen regen zu kritischem Denken an und motivieren dazu, eine aktive und positive Rolle innerhalb der Gesellschaft einzunehmen. All ihre Hochschulangehörigen vermitteln wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso wie die wissenschaftliche Denkweise an die breite Öffentlichkeit und suchen aktiv den Dialog mit außerhochschulischen Akteur:innen und Institutionen.

Wir stellen vor: das Leitungsteam der Arbeitsgruppe Hochschule & Demokratie

Unsere Frage: Wozu braucht unsere Demokratie 2040 (noch) Hochschulen 2040? 

Porträt Anna Durnova
Lebenslauf Foto: Eugenie Sophie

Die Wissenschafterin: Anna Durnová (Universität Wien)

„Hochschulen und damit auch wir alle, die an ihnen tätig sind, tragen demokratische Verantwortung, kontroversielle Debatten nicht nur zuzulassen, sondern gezielt zu führen. Wo sonst als an den Hochschulen ist der Ort, auch Positionen zwischen Pro und Contra zu diskutieren. Dazu gehört auch, uns selbst und die Hierarchien an den Hochschulen kritisch zu hinterfragen.“

Zur Person: Anna Durnová ist Professorin für Politische Soziologie an der Universität Wien und Faculty Fellow am Yale University Center for Cultural Sociology. Sie habilitierte sich an Sciences Po Paris. Durnová, aus Brno gebürtig, ist als Mitglied des Editorial Board der Zeitschrift Policy & Politics und Critical Policy Studies tätig. Ihre Forschung fokussiert sich insbesondere auf die Rolle von Emotionen in demokratischen Gesellschaften, ihre Schwerpunkte sind: Politische Soziologie, Emotionssoziologie, Public Policy, Feministische Soziologie, Interpretative Sozialforschung.  Aktuell koordiniert Durnová das internationale Horizon-Europe-Projekt CIDAPE und das ERC Advanced Grant LONERS.

Alice Grancy, Die Presse, Porträt
Lebenslauf (PDF, 178 KB) Foto: Die Presse/Fabri

Die Praktikerin: Alice Senarclens de Grancy (Die Presse)

„Hochschulen sind Orte, an denen Demokratie gelebt wird, sie sind Spiegel der Gesellschaft und wichtige Impulsgeberinnen. Um gesellschaftlichen Fortschritt zu erwirken, brauchen sie auch künftig die verfassungsmäßig verankerte Freiheit. Und einen Nährboden, der ihnen Vertrauen schenkt. Dafür, ihn zu pflegen, sind sie aber auch selbst verantwortlich.“

Zur Person: Alice Senarclens de Grancy kennt beide Seiten, den Journalismus und die PR. Sie hat sowohl Erfahrung als langjährige Wissenschaftsjournalistin als auch als Pressesprecherin und Kommunikationsleiterin der TU Graz. Seit 2014 leitet sie das Ressort Wissen & Innovation der Tageszeitung Die Presse. Studiert hat De Grancy Soziologie & Medien an der Universität Graz und danach an der Universität für Weiterbildung Krems PR und integrierte Kommunikation.

Nikolaus Possanner Porträt
Lebenslauf (PDF, 208 KB) Foto: Alexander Chitsazan

Aus dem BMFWF: Nikolaus Possanner

"Wissenschaft und Demokratie haben viel gemeinsam, sie sind kein Zustand, sondern ein Prozess. Beide leben von kritischer Auseinandersetzung, von der Debatte, vom Erkenntnisdrang, von Freiräumen und von gefestigten, nachvollziehbaren Entscheidungsgrundlagen. Deshalb bleibt ihnen auch nichts Anderes übrig, Deshalb ist es in ihrem ureigensten Interesse, sich konsequent gegen Autoritarismus und dafür umso mehr für Wahrheit und Fakten, für die offene und freie Gesellschaft und das Einbeziehen aller Menschen einzusetzen. Tun sie das nicht, gefährden sie sich selbst und letztlich die ganze Gesellschaft.“

Zur Person: Nikolaus Possanner ist studierter Politologe und seit April 2025 im BMFWF als Projektleiter für Wissenschafts- und Demokratievertrauen für die Hochschul- und Forschungssektion verantwortlich. Er war zuvor langjähriger Generalsekretär des Wissenschaftsrates, der mittlerweile im FORWIT, dem Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologie-Entwicklung aufgegangen ist, und kennt sich daher sowohl mit der Governance der Hochschulen als auch gesellschaftspolitischen Entwicklungen bestens aus.