Ausschreibung des Staatspreises zur Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch
Die Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung stiftet 2026 einen Staatspreis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten, deren Ergebnisse bzw. Zielsetzung, im Sinne des 3R-Prinzips nach Russel und Burch (1959), die Vermeidung (Replacement) oder Verminderung (Reduction) der Verwendung von Tieren in Tierversuchen oder die Verbesserung (Refinement) der Bedingungen für die Zucht, Unterbringung, Pflege und Verwendung von Tieren in Tierversuchen ist.
Der Staatspreis wird von der Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung auf Grund von Vorschlägen einer Jury verliehen. Die Entscheidung wird unter Ausschluss des Rechtsweges getroffen.
Der Staatspreis ist mit € 10.000,- dotiert und kann geteilt oder ungeteilt vergeben werden.
Für die Einreichung gelten nachstehende Teilnahmebedingungen:
- Bewerbungsberechtigt sind Einzelpersonen oder Forschungsgruppen, die in wissenschaftlichen Einrichtungen im universitären oder außeruniversitären Bereich oder im Unternehmensbereich in Österreich tätig sind.
- Es können wissenschaftliche Publikationen eingereicht werden, die in in- oder ausländischen Fachzeitschriften ab dem 1. Jänner 2023 erschienen sind und ein Qualitätssicherungsverfahren nach internationalen Standards durchlaufen haben (peer-review oder gleichwertiges Verfahren); ferner Arbeiten, deren Manuskripte von einschlägigen Fachzeitschriften zur Publikation angenommen worden sind. Wissenschaftliche Arbeiten, die im Rahmen einer Ausbildung verfasst wurden (z.B. Masterarbeiten, Dissertationen u. dgl.), sind von der Teilnahme ausgenommen.
Eine vollständige Einreichung muss folgende Unterlagen enthalten:
(1) Ein formloses Schreiben um Bewerbung für den Staatspreis zu Ersatzmethoden zum Tierversuch 2026 (inkl. Unterschrift der Bewerberin/des Bewerbers bzw. der Bewerber:innen).
(2) Eine Projektbeschreibung (englisch, max. 5 A4-Seiten), aus der vor allem hervorgeht, welche konkreten Tierversuche unmittelbar oder zukünftig ersetzt, reduziert oder welche Bedingungen für die Zucht, Unterbringung, Pflege und Verwendung von Tieren in Tierversuchen verbessert werden. Weiters sollen die Anwendbarkeit, Reichweite und Auswirkung der Methodik bzw. des Projekts dargestellt sowie die Bedeutung und Innovation im Bereich der Ersatzmethodenforschung beschrieben werden. Wie wurden insbesondere die 3R-relevanten Resultate bereits verbreitet?
(3) Eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Arbeit (deutsch, für nicht wissenschaftliches Publikum verständlich, max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen) zur Veröffentlichung durch das BMFWF.
(4) Ein Lebenslauf jeder Bewerberin/jedes Bewerbers einschließlich Publikationsliste.
(5) Im Falle von Gruppenarbeiten ist die Einverständniserklärung aller Mitautorinnen / Mitautoren, die nicht Antragstellende sind, erforderlich.
Unvollständige Einreichungen werden nicht zur Beurteilung herangezogen.
Für Rückfragen sind die Bewerbungen mit Namen, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer der Bewerberin/des Bewerbers/der Bewerber:innen zu versehen. Es wird darauf hingewiesen, dass nur eine Publikation pro Bewerberin/Bewerber eingereicht werden darf. Bereits mit dem Staatspreis ausgezeichnete Publikationen dürfen nicht erneut eingereicht werden.
Die Arbeiten sind unter dem Betreff „Staatspreis Ersatzmethoden zum Tierversuch 2026" bis spätestens 31. Juli 2026 an das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Ref. II/10b, ausschließlich per E-Mail an Staatspreis, zu senden.
Die Entscheidung der Jury und der Termin der Preisverleihung werden den Bewerberinnen/Bewerbern schriftlich bekanntgegeben. Sollte die Jury keine der Arbeiten für die Auszeichnung vorschlagen, kann von der Preisverleihung Abstand genommen werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass der Staatspreis das nächste Mal im Jahr 2028 ausgeschrieben wird.
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Ausschreibung des Staatspreises zur Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch (PDF, 247 KB)