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Bundesministerin Holzleitner verleiht Staatspreis zur Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch

Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner verlieh den Staatspreis zur Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch 2025 an Eva Ingeborg Reihs, MSc und Priv.-Doz. Dr. Mario Rothbauer, MSc von der Medizinischen Universität Wien.

Mit dem Staatspreis zur Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch zeichnet das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus, die dazu beitragen Tierversuche zu vermeiden, ihre Zahl zu verringern oder die Bedingungen für die gehaltenen und in Versuchen eingesetzten Tiere zu verbessern (nach dem 3R Prinzip „Replace, Reduce, Refine“).

Eva Ingeborg Reihs, MSc und Priv.-Doz. Dr. Mario Rothbauer erhalten den Staatspreis für Ersatzmethoden zum Tierversuch für ihre wissenschaftliche Arbeit, die sie gemeinsam mit Kollaborationspartner:innen unter dem Titel „An Animal-Free Patient-Derived Tissue-Mimetic Biochip Model of the Human Synovial Membrane for Human-Relevant Osteoarthritis Research“ im wissenschaftlichen Journal Advanced Healthcare Materials 2025 veröffentlicht haben.[1]

Als Alternative zu Tiermodellen haben die Preisträgerin und der Preisträger in ihrer Forschungsarbeit ein neuartiges vollständig humanbasiertes, tierproduktfreies Biochip-Modell für die Arthroseforschung entwickelt und verwendet. Mit diesem Modell können unter Verwendung menschlicher Zellen altersbedingte strukturelle und entzündliche Prozesse der Gelenkshaut (Synovialmembran) dargestellt und untersucht werden. Durch diese wissenschaftlichen Errungenschaften können zukünftig nicht nur neue Behandlungsstrategien für Patientinnen und Patienten entwickelt, sondern auch Versuche an Tieren ersetzt werden.

Die internationale Fachjury, die die für den Staatspreis eingereichten Forschungsarbeiten begutachtet hat und die Vergabe empfiehlt, berücksichtigt als Beurteilungskriterium nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz und Innovationskraft, sondern auch die praktische Anwendbarkeit der entwickelten Ersatzmethode.

„Mit diesem Staatspreis werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich Ersatzmethoden zum Tierversuch ausgezeichnet. Der Preis soll den wissenschaftlichen Arbeiten eine stärkere öffentliche Sichtbarkeit verleihen und alle Forschenden bestärken ihr Engagement in diesem so wichtigen und zukunftsweisenden Bereich der Ersatzmethodenforschung fortzusetzen“, so Eva Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

Der Staatspreis ist ein Teil eines Maßnahmenpakets, das das BMFWF zum Thema Ersatzmethoden zum Tierversuch umsetzt. Die weiteren Elemente sind die Förderung von Ersatzmethodenprojekten in enger Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsfonds FWF sowie die Förderung eines nationalen 3R-Zentrums, das die Implementierung der 3R in der Forschung vorantreibt.

Fotos der Staatspreisverleihung finden Sie hier

Kontakt

Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Florian Atzmüller
Telefon: +43 664 78092423
E-Mail: florian.atzmueller@bmfwf.gv.at

[1] E. I.Reihs, A.Stoegner, M. G.Vasconez Martínez, et al. “An Animal-Free Patient-Derived Tissue-Mimetic Biochip Model of the Human Synovial Membrane for Human-Relevant Osteoarthritis Research.” Adv. Healthcare Mater.14, no. 23 (2025): 2404799. https://doi.org/10.1002/adhm.202404799