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FBM Holzleitner: „Rekord beim Ars Docendi zeigt hohen Stellenwert der Hochschullehre“

So viele Einreichungen wie noch nie beim Staatspreis für exzellente Lehre!

Gute Lehre ist eine zentrale Aufgabe unserer Hochschulen. Genau diese Arbeit stand am Dienstagabend bei der Verleihung des „Ars Docendi 2026“ im Mittelpunkt. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner zeichnete im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausragende Leistungen in der Hochschullehre aus. Mit 202 Einreichungen von 462 nominierten Lehrenden an 57 Hochschulen gab es heuer so viele Einreichungen wie noch nie.

„Qualitative Hochschullehre schafft Chancen, eröffnet Perspektiven und gibt Orientierung. Umso erfreulicher ist es, dass es heuer beim Ars Docendi so viele Einreichungen und Projekte wie noch nie gab. Das unterstreicht, welchen Stellenwert gute Lehre an unseren Hochschulen hat“, sagt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner.

Die ausgezeichneten Lehrprojekte zeigen dabei, dass gute Lehre weit über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Studierende entwickeln eigene Fragestellungen, wenden ihr Wissen auf konkrete Herausforderungen an, arbeiten gemeinsam an komplexen Aufgaben und übernehmen Verantwortung für ihren Lernprozess. Unterschiedliches Vorwissen, verschiedene Bildungsbiografien und Lebensrealitäten werden dabei nicht als Hindernis, sondern als Teil des gemeinsamen Lernens verstanden.

Wissenschaft für alle

Besonders stark sichtbar ist in den diesjährigen Einreichungen die Verbindung von Forschung und Lehre. Studierende lernen wissenschaftliches Arbeiten, indem sie selbst wissenschaftlich arbeiten: Sie stellen Fragen, prüfen Ergebnisse, hinterfragen Annahmen und lernen, mit Unsicherheit umzugehen. Viele der ausgezeichneten Projekte greifen dabei konkrete gesellschaftliche Herausforderungen auf – von Nachhaltigkeit und Gesundheit über Inklusion bis zu den Veränderungen der Arbeitswelt.

„Wissenschaft gehört nicht in einen Elfenbeinturm. Sie ist Teil unserer Gesellschaft und soll einen Beitrag dazu leisten, dass wir gemeinsam besser leben können. Deshalb ist es so wichtig, dass Studierende nicht nur Wissen aufnehmen, sondern lernen, Fragen zu stellen, kritisch zu denken und Verantwortung zu übernehmen. Wissenschaft liefert nicht einfach fertige Antworten. Sie verlangt Präzision, methodisches Vorgehen, kritische Prüfung – und manchmal auch die Bereitschaft, einen eingeschlagenen Weg zu korrigieren.“, so die Wissenschaftsministerin.

Kooperation und Künstliche Intelligenz

Ein weiteres verbindendes Element der ausgezeichneten Projekte ist die Kooperation. Studierende arbeiten über Fachgrenzen hinweg, lernen voneinander und beziehen Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft ein.

Auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz ist in den diesjährigen Einreichungen vielfach ein Thema. Überzeugt haben insbesondere jene Lehrkonzepte, in denen KI nicht einfach als technisches Hilfsmittel eingesetzt wird, sondern auch Gegenstand kritischer Auseinandersetzung ist. Studierende nutzen KI, überprüfen Ergebnisse, erkennen Grenzen und beschäftigen sich mit ethischen und gesellschaftlichen Folgen.

Gute Lehre verdient Sichtbarkeit

Alle eingereichten und ausgezeichneten Projekte sind im Online-Kompendium „Atlas der guten Lehre“ (www.gutelehre.at) dokumentiert. Lehrende können ihre Projekte dort seit kurzem auch selbst aktualisieren und weiterentwickeln; der Atlas wächst so mit der Lehrpraxis mit, statt nur einen Stand zu archivieren. Ebendort steht ab sofort die Broschüre „Ars Docendi 2026: Staatspreis für exzellente Lehre“ zum Download bereit, in der alle Preisträgerinnen und Preisträger sowie deren Projekte vorgestellt werden.

Die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger des Ars Docendi 2026:

Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur

  • FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Elmar Krainz
  • Mag.a Petra Kletzenbauer
  • Mag.a Heidemarie Köllinger
  • Dipl.-Ing. (FH) Mathias Knoll, MSc
  • Dipl.-Ing. Johannes Feiner
  • Dipl.-Ing. (FH) Florian Temel, MSc MSc
  • Dipl.-Ing. (FH) Andreas Öffl, MSc

    Fachhochschule Joanneum GmbH

Gesellschafts- und Nachhaltigkeitsorientierte Lehre

  • Priv.-Doz. Christoph Minichsdorfer
  • Philipp Pavelka, Bakk. Techn.
  • Dipl.-Ing. Thomas Scheidl, BSc
  • Ing. Robert Wanderer
  • Ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Thomas Binder
  • Ao. Univ.-Prof.in Dr.in Anahit Anvari-Pirsch
  • Ao. Univ.-Prof. Dr. Stefan Winkler

    Medizinische Universität Wien

Kooperative Lehr- und Arbeitsformen

  • Philip Walder
  • David Pichler
  • Gabriel Eisenköck
  • Christina Stumptner
  • Felix Oberkofler
  • Rafaela Fridrich
  • Franziska Widemair
  • Hannah Messner
  • Lukas Filzmair
  • Dominik Janker
  • Marlene Miesbauer

    Medizinische Universität Innsbruck

Forschungsbezogene bzw. kunstgeleitete Lehre

  • Dr.in Mag.a Ursula Rami
    Johannes Kepler Universität Linz

Qualitätskultur, Studierendenzentrierung und Studierbarkeit

  • Bettina Wittmann, BA
    Wirtschaftsuniversität Wien

Links & Downloads

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Florian Atzmüller
Telefon: +43 664 78092423
E-Mail: florian.atzmueller@bmfwf.gv.at