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Wissenschafter:in: Traum- oder Knochenjob?

Attraktiv & Perspektivenreich heißt der Themenschwerpunkt, der sich mit der Zukunft von Karrierewegen von Wissenschafter:innen auseinandersetzt. Wir haben vier Betroffene nach ihren Erfahrungen befragt und auch danach, was sich bis 2040 dringend ändern muss.

Vera Pfanzagl
Foto: privat

Vera Pfanzagl, BOKU University: „Meine Eltern haben mich eindringlich davor gewarnt, in die Wissenschaft zu gehen.“

Vera Pfanzagl hat gewusst, worauf sie sich einlässt. Ihre Eltern, die beide selbst - so wie sie - als Molekularbiolog:innen und Biochemiker:inen in der Forschung tätig sind, hatten sie vor einer wissenschaftlichen Karriere „eindringlich gewarnt“. „Ich habe auch gut mitbekommen, wie sich die ganzen Uni-Reformen in den 2000er Jahren auf meine Eltern, die damals in der späteren Postdoc-Phase waren, ausgewirkt haben und war trotzdem blauäugig. Denn Wissenschaft ist toll. Man sagt sich, dass es schon nicht so schwierig werden wird“, sagt die Enzymologin und Strukturbiologin, die derzeit als Postdoc und Projektleiterin an der BOKU University (BOKU) forscht. Lesen Sie weiter...

 

Nicolas Schlitz
Foto: Danko Simić

Nicolas Schlitz, Universität Graz: „Als Wissenschafter mit Kind musst du ein echter Überflieger sein.“

Am 19. April endet die wissenschaftliche Karriere von Nicolas Schlitz. Zumindest im Hauptberuf wird der studierte Politikwissenschafter mit einem Abschluss in Politikwissenschaft und Internationaler Entwicklung und einem Doktor in Geografie dann nicht mehr als Nachwuchsforscher an der Universität Graz arbeiten. Stattdessen wird der passionierte Müllforscher im Herbst als Quereinsteiger an einer Mittelschule oder AHS in Wien Geografie und Geschichte zu unterrichten beginnen. „Mittlerweile freue ich mich wirklich darauf, als Lehrer durchzustarten. Ein paar Testläufe in Schulklassen hatte ich ja schon. Aber es war ein schwieriger Weg bis dahin, vor allem emotional“, erzählt Schlitz. Lesen Sie weiter...

Verena Seiboth
Foto: Matthias Klötzler/ISTA

„Ich habe es keinen einzigen Tag bereut“, sagt Verena Seiboth, Head of Postdoctoral and Faculty Affairs, ISTA

Verena Seiboth hatte eigentlich Technische Chemie in Wien und in Ohio mit dem Ziel studiert, Nahrungsergänzungsmittel für den Sport zu entwickeln. Doch dann kam ihr die Wissenschaft in die Quere. Ein EU-Projekt über Schimmelpilzenzyme brachte sie dazu, ihren Doktor in Biochemie, Biotechnologie und Molekularbiologie und später ihre Habilitation in diesem Gebiet zu machen. Mehr als sieben Jahre lang leitete Seiboth dazu ihre eigene Forschungsgruppe an der TU Wien, sehr erfolgreich, wie sie heute noch sagt. Doch 2015 entschied sie sich um. Lesen Sie weiter...